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Gold oder Pech - Hänsel, Gretel und die
anderen
Gerda Laufenberg
Wenn Hänsel und Gretel morgens früh aufwachten hatten
sie Hunger. Und wenn sie abends einschliefen hatten sie immer
noch Hunger. Das bisschen, was ihre Mutter ihnen vorsetzen konnte,
hatten sie in drei Happen verputzt und dann war der Kühlschrank
wieder leer. Leer wie ihr Magen.
Der Vater von Hänsel und Gretel war arbeitslos und verschwand
tagsüber in der Kneipe, um Arbeit zu suchen, die Mutter
saß in der Stube und wartete darauf, dass eine Glücksfee
käme, die sich aber nie blicken ließ.
Hänsel und Gretel sahen in eine ziemlich trostlose Zukunft,
ohne Glücksfeen und ohne warmes Essen.
Dann sprachen die Eltern eines Tages davon, die Kinder zu einer
Tante zu geben, die sie sonst immer als "alte Hexe"
bezeichneten. Hänsel und Gretel beschlossen, lieber vorher
abzuhauen. "Besser als zu Hause ist es überall",
meinte Gretel und Hänsel nickte.
Sie gingen in den Wald und trafen Hans im Glück, der den
Goldklumpen gerade verloren hatte. "Hey, ihr zwei Hübschen,
was lauft ihr denn mutterseelenallein im Wald herum?" fragte
er.
"Wir suchen die Hexe", stotterte Gretel, "das
ist unsere Tante."
"Ach, das ist eure Tante. Da will ich euch suchen helfen,
denn ich finde immer alles" meinte Hans und ging mit den
beiden.
Nach einer Weile stießen sie auf Pechmarie, die mit einem
schmuddeligen Tuch an sich herumrubbelte um das Pech abzukriegen.
"Wir suchen die alte Hexe" sagte Hänsel und starrte
verwundert auf die schwarze Pechmarie.
"Da helf ich euch gern", erwiderte Pechmarie "das
Weib hat mich mit Pech vollgeschüttet, weil ich meinen
Lohn haben wollte Wenn Hänsel und Gretel morgens früh
aufwachten hatten sie Hunger. Und wenn sie abends einschliefen
hatten sie immer noch Hunger. Das bisschen, was ihre Mutter
ihnen vorsetzen konnte, hatten sie in drei Happen verputzt und
dann war der Kühlschrank wieder leer. Leer wie ihr Magen.
Der Vater von Hänsel und Gretel war arbeitslos und verschwand
tagsüber in der Kneipe, um Arbeit zu suchen, die Mutter
saß in der Stube und wartete darauf, dass eine Glücksfee
käme, die sich aber nie blicken ließ. Hänsel
und Gretel sahen in eine ziemlich trostlose Zukunft, ohne Glücksfeen
und ohne warmes Essen. Dann sprachen die Eltern eines Tages
davon, die Kinder zu einer Tante zu geben, die sie sonst immer
als "alte Hexe" bezeichneten. Hänsel und Gretel
beschlossen, lieber vorher abzuhauen. "Besser als zu Hause
ist es überall", meinte Gretel und Hänsel nickte.
Sie gingen in den Wald und trafen Hans im Glück, der den
Goldklumpen gerade verloren hatte. "Hey, ihr zwei Hübschen,
was lauft ihr denn mutterseelenallein im Wald herum?" fragte
er. "Wir suchen die Hexe", stotterte Gretel, "das
ist unsere Tante." "Ach, das ist eure Tante. Da will
ich euch suchen helfen, denn ich finde immer alles" meinte
Hans und ging mit den beiden. Nach einer Weile stießen
sie auf Pechmarie, die mit einem schmuddeligen Tuch an sich
herumrubbelte um das Pech abzukriegen. "Wir suchen die
alte Hexe" sagte Hänsel und starrte verwundert auf
die schwarze Pechmarie. "Da helf ich euch gern", erwiderte
Pechmarie "das Weib hat mich mit Pech vollgeschüttet,
weil ich meinen Lohn haben wollte - mit der hab ich ein Hühnchen
zu rupfen!" Sie halfen gemeinsam, Pechmarie sauber zu rubbeln
und dann machten sie sich auf den Weg. Hans erwies sich tatsächlich
als Meister im Wege-Finden, weil ihn sein Glück immer richtig
lenkte. Hänsel und Gretel suchten ständig Beeren und
Früchte, so dass niemand hungerte und Pechmarie unterhielt
sie mit kleinen Geschichten, die sie sich ausdachte, während
sie wanderten. So erreichten sie einen kleinen, flachen Bungalow
mitten im Wald. "Das könnte das Haus sein..."
überlegte Hans und Pechmarie suchte nach einer Klingel.
Da kam auch schon eine nette ältere Dame an die Tür
und fragte, wer sie seien. "Wir sind Hänsel und Gretel
und suchen die alte Hexe, die hier irgendwo wohnt .." Die
nette Dame guckte verwundert und meinte "Na, kommt erst
mal rein, ich backe gerade" und ging ins Haus. Die anderen
folgten und Pechmarie winkte aufgeregt "Das ist sie nicht,
das ist sie nicht!!!" wisperte sie, doch das war den anderen
egal. "Verzeihung, sind Sie eine Hexe?" fragte Hänsel
nach dem dritten Stück Kuchen. Die nette Dame nickte und
sagte ganz ernsthaft "Ja, das bin ich manchmal. Und manchmal
auch nicht..." Hans wurde daraus nicht klug "Man ist
entweder Hexe - oder nicht" verkündete er großspurig,
so als ob er große Erfahrung mit Hexen habe. Die nette
Dame räusperte sich. "Bist du immer das, was andere
in dir sehen? Bist du immer nett, immer glücklich, immer
zuvorkommend" fragte sie Hans. Pechmarie kam ihm zuvor.
"Also ich kenne eine alte Hexe, die ist immer gemein, immer!"
seufzte sie. " Sollen wir sie besuchen? Sollen wir es ausprobieren?"
fragte die nette Dame zur großen Verwunderung von Pechmarie.
"Ich kenne die Frau, an die du denkst - und ich sage dir,
wenn du sie richtig zu nehmen verstehst, überschüttet
sie dich mit guten Gaben!" "Von wegen gute Gaben!
Mit Pech überschüttet sie dich!!" Pechmarie war
empört. "Wir haben eine alte Tante, die ist auch immer
ganz schrecklich. Sagt mein Vater!" r Gretel versuchte,
Pechmaries Argumentation zu unterstützen. "Hast du
die Tante schon mal besucht? Kennt Ihr sie genau?" fragte
die nette Dame und schob allen noch einmal das Tablett mit den
Plätzchen zu. "Aber ich kenne die Frau genau, die
mir das Pech übergeschüttet hat!! Die ist fies und
die bleibt fies und mit der werde ich nie und nimmer...!"
Pechmaries Ausbruch wurde von der netten Dame unterbrochen.
"Jetzt hört mal alle zu. Ihr braucht jemanden, der
euch hilft, das sehe ich." Sie schaute sich in der Runde
fragend um. Niemand widersprach. "Die alte Hexe kann zaubern,
und das tut sie auch für andere. Sie ist überhaupt
ganz umgänglich - wenn ihr nicht ständig an ihrem
Häuschen rupft." Hänsel und Gretel hörten
andächtig zu. "Und die Frau, die das Pech schüttet,
kann auch Gold regnen lassen ... wenn du nicht ständig
an ihr herummeckerst!" Pechmarie starrte auf die Plätzchen.
Jetzt wandte sich die nette Dame an Hans: "Mensch Hans,
das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Hänsel und Gretel
suchen immer was, Ideen zum Beispiel. Du hast Glück - und
findest immer was. Die Hexe kann zaubern und es gibt jemand,
die finanziell unter die Arme greifen könnte. Jetzt müßt
ihr euch nur noch mit dem Gedanken anfreunden, mit den Leuten
zu reden ..." Mit diesen Worten stand die nette Dame unverhofft
auf und reichte allen die Hand zum Abschied. Sie stolperten
gemeinsam zur Tür hinaus und hatten eigentlich noch viele
Fragen. Gretel lief noch einmal zurück und suchte das Klingelschild.
"Wisst Ihr, was an der Tür steht ?" fragte sie,
als sie zurückkam. Pechmarie murmelte "Blöde
Ziege...??" "Ne - gute Fee!" mit der hab ich
ein Hühnchen zu rupfen!"
Sie halfen gemeinsam, Pechmarie sauber zu rubbeln und dann machten
sie sich auf den Weg.
Hans erwies sich tatsächlich als Meister im Wege-Finden,
weil ihn sein Glück immer richtig lenkte. Hänsel und
Gretel suchten ständig Beeren und Früchte, so dass
niemand hungerte und Pechmarie unterhielt sie mit kleinen Geschichten,
die sie sich ausdachte, während sie wanderten.
So erreichten sie einen kleinen, flachen Bungalow mitten im
Wald. "Das könnte das Haus sein..." überlegte
Hans und Pechmarie suchte nach einer Klingel.
Da kam auch schon eine nette ältere Dame an die Tür
und fragte, wer sie seien.
"Wir sind Hänsel und Gretel und suchen die alte Hexe,
die hier irgendwo wohnt .."
Die nette Dame guckte verwundert und meinte "Na, kommt
erst mal rein, ich backe gerade" und ging ins Haus. Die
anderen folgten und Pechmarie winkte aufgeregt
"Das ist sie nicht, das ist sie nicht!!!" wisperte
sie, doch das war den anderen egal.
"Verzeihung, sind Sie eine Hexe?" fragte Hänsel
nach dem dritten Stück Kuchen. Die nette Dame nickte und
sagte ganz ernsthaft "Ja, das bin ich manchmal. Und manchmal
auch nicht..."
Hans wurde daraus nicht klug "Man ist entweder Hexe - oder
nicht" verkündete er großspurig, so als ob er
große Erfahrung mit Hexen habe.
Die nette Dame räusperte sich. "Bist du immer das,
was andere in dir sehen? Bist du immer nett, immer glücklich,
immer zuvorkommend" fragte sie Hans.
Pechmarie kam ihm zuvor. "Also ich kenne eine alte Hexe,
die ist immer gemein, immer!" seufzte sie.
" Sollen wir sie besuchen? Sollen wir es ausprobieren?"
fragte die nette Dame zur großen Verwunderung von Pechmarie.
"Ich kenne die Frau, an die du denkst Wenn Hänsel
und Gretel morgens früh aufwachten hatten sie Hunger. Und
wenn sie abends einschliefen hatten sie immer noch Hunger. Das
bisschen, was ihre Mutter ihnen vorsetzen konnte, hatten sie
in drei Happen verputzt und dann war der Kühlschrank wieder
leer. Leer wie ihr Magen. Der Vater von Hänsel und Gretel
war arbeitslos und verschwand tagsüber in der Kneipe, um
Arbeit zu suchen, die Mutter saß in der Stube und wartete
darauf, dass eine Glücksfee käme, die sich aber nie
blicken ließ. Hänsel und Gretel sahen in eine ziemlich
trostlose Zukunft, ohne Glücksfeen und ohne warmes Essen.
Dann sprachen die Eltern eines Tages davon, die Kinder zu einer
Tante zu geben, die sie sonst immer als "alte Hexe"
bezeichneten. Hänsel und Gretel beschlossen, lieber vorher
abzuhauen. "Besser als zu Hause ist es überall",
meinte Gretel und Hänsel nickte. Sie gingen in den Wald
und trafen Hans im Glück, der den Goldklumpen gerade verloren
hatte. "Hey, ihr zwei Hübschen, was lauft ihr denn
mutterseelenallein im Wald herum?" fragte er. "Wir
suchen die Hexe", stotterte Gretel, "das ist unsere
Tante." "Ach, das ist eure Tante. Da will ich euch
suchen helfen, denn ich finde immer alles" meinte Hans
und ging mit den beiden. Nach einer Weile stießen sie
auf Pechmarie, die mit einem schmuddeligen Tuch an sich herumrubbelte
um das Pech abzukriegen. "Wir suchen die alte Hexe"
sagte Hänsel und starrte verwundert auf die schwarze Pechmarie.
"Da helf ich euch gern", erwiderte Pechmarie "das
Weib hat mich mit Pech vollgeschüttet, weil ich meinen
Lohn haben wollte - mit der hab ich ein Hühnchen zu rupfen!"
Sie halfen gemeinsam, Pechmarie sauber zu rubbeln und dann machten
sie sich auf den Weg. Hans erwies sich tatsächlich als
Meister im Wege-Finden, weil ihn sein Glück immer richtig
lenkte. Hänsel und Gretel suchten ständig Beeren und
Früchte, so dass niemand hungerte und Pechmarie unterhielt
sie mit kleinen Geschichten, die sie sich ausdachte, während
sie wanderten. So erreichten sie einen kleinen, flachen Bungalow
mitten im Wald. "Das könnte das Haus sein..."
überlegte Hans und Pechmarie suchte nach einer Klingel.
Da kam auch schon eine nette ältere Dame an die Tür
und fragte, wer sie seien. "Wir sind Hänsel und Gretel
und suchen die alte Hexe, die hier irgendwo wohnt .." Die
nette Dame guckte verwundert und meinte "Na, kommt erst
mal rein, ich backe gerade" und ging ins Haus. Die anderen
folgten und Pechmarie winkte aufgeregt "Das ist sie nicht,
das ist sie nicht!!!" wisperte sie, doch das war den anderen
egal. "Verzeihung, sind Sie eine Hexe?" fragte Hänsel
nach dem dritten Stück Kuchen. Die nette Dame nickte und
sagte ganz ernsthaft "Ja, das bin ich manchmal. Und manchmal
auch nicht..." Hans wurde daraus nicht klug "Man ist
entweder Hexe - oder nicht" verkündete er großspurig,
so als ob er große Erfahrung mit Hexen habe. Die nette
Dame räusperte sich. "Bist du immer das, was andere
in dir sehen? Bist du immer nett, immer glücklich, immer
zuvorkommend" fragte sie Hans. Pechmarie kam ihm zuvor.
"Also ich kenne eine alte Hexe, die ist immer gemein, immer!"
seufzte sie. " Sollen wir sie besuchen? Sollen wir es ausprobieren?"
fragte die nette Dame zur großen Verwunderung von Pechmarie.
"Ich kenne die Frau, an die du denkst - und ich sage dir,
wenn du sie richtig zu nehmen verstehst, überschüttet
sie dich mit guten Gaben!" "Von wegen gute Gaben!
Mit Pech überschüttet sie dich!!" Pechmarie war
empört. "Wir haben eine alte Tante, die ist auch immer
ganz schrecklich. Sagt mein Vater!" r Gretel versuchte,
Pechmaries Argumentation zu unterstützen. "Hast du
die Tante schon mal besucht? Kennt Ihr sie genau?" fragte
die nette Dame und schob allen noch einmal das Tablett mit den
Plätzchen zu. "Aber ich kenne die Frau genau, die
mir das Pech übergeschüttet hat!! Die ist fies und
die bleibt fies und mit der werde ich nie und nimmer...!"
Pechmaries Ausbruch wurde von der netten Dame unterbrochen.
"Jetzt hört mal alle zu. Ihr braucht jemanden, der
euch hilft, das sehe ich." Sie schaute sich in der Runde
fragend um. Niemand widersprach. "Die alte Hexe kann zaubern,
und das tut sie auch für andere. Sie ist überhaupt
ganz umgänglich - wenn ihr nicht ständig an ihrem
Häuschen rupft." Hänsel und Gretel hörten
andächtig zu. "Und die Frau, die das Pech schüttet,
kann auch Gold regnen lassen ... wenn du nicht ständig
an ihr herummeckerst!" Pechmarie starrte auf die Plätzchen.
Jetzt wandte sich die nette Dame an Hans: "Mensch Hans,
das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Hänsel und Gretel
suchen immer was, Ideen zum Beispiel. Du hast Glück - und
findest immer was. Die Hexe kann zaubern und es gibt jemand,
die finanziell unter die Arme greifen könnte. Jetzt müßt
ihr euch nur noch mit dem Gedanken anfreunden, mit den Leuten
zu reden ..." Mit diesen Worten stand die nette Dame unverhofft
auf und reichte allen die Hand zum Abschied. Sie stolperten
gemeinsam zur Tür hinaus und hatten eigentlich noch viele
Fragen. Gretel lief noch einmal zurück und suchte das Klingelschild.
"Wisst Ihr, was an der Tür steht ?" fragte sie,
als sie zurückkam. Pechmarie murmelte "Blöde
Ziege...??" "Ne - gute Fee!" und ich sage dir,
wenn du sie richtig zu nehmen verstehst, überschüttet
sie dich mit guten Gaben!"
"Von wegen gute Gaben! Mit Pech überschüttet
sie dich!!" Pechmarie war empört.
"Wir haben eine alte Tante, die ist auch immer ganz schrecklich.
Sagt mein Vater!" r Gretel versuchte, Pechmaries Argumentation
zu unterstützen.
"Hast du die Tante schon mal besucht? Kennt Ihr sie genau?"
fragte die nette Dame und schob allen noch einmal das Tablett
mit den Plätzchen zu.
"Aber ich kenne die Frau genau, die mir das Pech übergeschüttet
hat!! Die ist fies und die bleibt fies und mit der werde ich
nie und nimmer...!" Pechmaries Ausbruch wurde von der netten
Dame unterbrochen.
"Jetzt hört mal alle zu. Ihr braucht jemanden, der
euch hilft, das sehe ich." Sie schaute sich in der Runde
fragend um. Niemand widersprach.
"Die alte Hexe kann zaubern, und das tut sie auch für
andere. Sie ist überhaupt ganz umgänglich - wenn ihr
nicht ständig an ihrem Häuschen rupft." Hänsel
und Gretel hörten andächtig zu.
"Und die Frau, die das Pech schüttet, kann auch Gold
regnen lassen ... wenn du nicht ständig an ihr herummeckerst!"
Pechmarie starrte auf die Plätzchen.
Jetzt wandte sich die nette Dame an Hans: "Mensch Hans,
das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Hänsel und Gretel
suchen immer was, Ideen zum Beispiel. Du hast Glück Wenn
Hänsel und Gretel morgens früh aufwachten hatten sie
Hunger. Und wenn sie abends einschliefen hatten sie immer noch
Hunger. Das bisschen, was ihre Mutter ihnen vorsetzen konnte,
hatten sie in drei Happen verputzt und dann war der Kühlschrank
wieder leer. Leer wie ihr Magen. Der Vater von Hänsel und
Gretel war arbeitslos und verschwand tagsüber in der Kneipe,
um Arbeit zu suchen, die Mutter saß in der Stube und wartete
darauf, dass eine Glücksfee käme, die sich aber nie
blicken ließ. Hänsel und Gretel sahen in eine ziemlich
trostlose Zukunft, ohne Glücksfeen und ohne warmes Essen.
Dann sprachen die Eltern eines Tages davon, die Kinder zu einer
Tante zu geben, die sie sonst immer als "alte Hexe"
bezeichneten. Hänsel und Gretel beschlossen, lieber vorher
abzuhauen. "Besser als zu Hause ist es überall",
meinte Gretel und Hänsel nickte. Sie gingen in den Wald
und trafen Hans im Glück, der den Goldklumpen gerade verloren
hatte. "Hey, ihr zwei Hübschen, was lauft ihr denn
mutterseelenallein im Wald herum?" fragte er. "Wir
suchen die Hexe", stotterte Gretel, "das ist unsere
Tante." "Ach, das ist eure Tante. Da will ich euch
suchen helfen, denn ich finde immer alles" meinte Hans
und ging mit den beiden. Nach einer Weile stießen sie
auf Pechmarie, die mit einem schmuddeligen Tuch an sich herumrubbelte
um das Pech abzukriegen. "Wir suchen die alte Hexe"
sagte Hänsel und starrte verwundert auf die schwarze Pechmarie.
"Da helf ich euch gern", erwiderte Pechmarie "das
Weib hat mich mit Pech vollgeschüttet, weil ich meinen
Lohn haben wollte - mit der hab ich ein Hühnchen zu rupfen!"
Sie halfen gemeinsam, Pechmarie sauber zu rubbeln und dann machten
sie sich auf den Weg. Hans erwies sich tatsächlich als
Meister im Wege-Finden, weil ihn sein Glück immer richtig
lenkte. Hänsel und Gretel suchten ständig Beeren und
Früchte, so dass niemand hungerte und Pechmarie unterhielt
sie mit kleinen Geschichten, die sie sich ausdachte, während
sie wanderten. So erreichten sie einen kleinen, flachen Bungalow
mitten im Wald. "Das könnte das Haus sein..."
überlegte Hans und Pechmarie suchte nach einer Klingel.
Da kam auch schon eine nette ältere Dame an die Tür
und fragte, wer sie seien. "Wir sind Hänsel und Gretel
und suchen die alte Hexe, die hier irgendwo wohnt .." Die
nette Dame guckte verwundert und meinte "Na, kommt erst
mal rein, ich backe gerade" und ging ins Haus. Die anderen
folgten und Pechmarie winkte aufgeregt "Das ist sie nicht,
das ist sie nicht!!!" wisperte sie, doch das war den anderen
egal. "Verzeihung, sind Sie eine Hexe?" fragte Hänsel
nach dem dritten Stück Kuchen. Die nette Dame nickte und
sagte ganz ernsthaft "Ja, das bin ich manchmal. Und manchmal
auch nicht..." Hans wurde daraus nicht klug "Man ist
entweder Hexe - oder nicht" verkündete er großspurig,
so als ob er große Erfahrung mit Hexen habe. Die nette
Dame räusperte sich. "Bist du immer das, was andere
in dir sehen? Bist du immer nett, immer glücklich, immer
zuvorkommend" fragte sie Hans. Pechmarie kam ihm zuvor.
"Also ich kenne eine alte Hexe, die ist immer gemein, immer!"
seufzte sie. " Sollen wir sie besuchen? Sollen wir es ausprobieren?"
fragte die nette Dame zur großen Verwunderung von Pechmarie.
"Ich kenne die Frau, an die du denkst - und ich sage dir,
wenn du sie richtig zu nehmen verstehst, überschüttet
sie dich mit guten Gaben!" "Von wegen gute Gaben!
Mit Pech überschüttet sie dich!!" Pechmarie war
empört. "Wir haben eine alte Tante, die ist auch immer
ganz schrecklich. Sagt mein Vater!" Gretel versuchte, Pechmaries
Argumentation zu unterstützen. "Hast du die Tante
schon mal besucht? Kennt Ihr sie genau?" fragte die nette
Dame und schob allen noch einmal das Tablett mit den Plätzchen
zu. "Aber ich kenne die Frau genau, die mir das Pech übergeschüttet
hat!! Die ist fies und die bleibt fies und mit der werde ich
nie und nimmer...!" Pechmaries Ausbruch wurde von der netten
Dame unterbrochen. "Jetzt hört mal alle zu. Ihr braucht
jemanden, der euch hilft, das sehe ich." Sie schaute sich
in der Runde fragend um. Niemand widersprach. "Die alte
Hexe kann zaubern, und das tut sie auch für andere. Sie
ist überhaupt ganz umgänglich - wenn ihr nicht ständig
an ihrem Häuschen rupft." Hänsel und Gretel hörten
andächtig zu. "Und die Frau, die das Pech schüttet,
kann auch Gold regnen lassen ... wenn du nicht ständig
an ihr herummeckerst!" Pechmarie starrte auf die Plätzchen.
Jetzt wandte sich die nette Dame an Hans: "Mensch Hans,
das sieht doch gar nicht so schlecht aus. Hänsel und Gretel
suchen immer was, Ideen zum Beispiel. Du hast Glück - und
findest immer was. Die Hexe kann zaubern und es gibt jemand,
die finanziell unter die Arme greifen könnte. Jetzt müßt
ihr euch nur noch mit dem Gedanken anfreunden, mit den Leuten
zu reden ..." Mit diesen Worten stand die nette Dame unverhofft
auf und reichte allen die Hand zum Abschied. Sie stolperten
gemeinsam zur Tür hinaus und hatten eigentlich noch viele
Fragen. Gretel lief noch einmal zurück und suchte das Klingelschild.
"Wisst Ihr, was an der Tür steht ?" fragte sie,
als sie zurückkam. Pechmarie murmelte "Blöde
Ziege...??" "Ne - gute Fee!" und findest immer
was. Die Hexe kann zaubern und es gibt jemand, die finanziell
unter die Arme greifen könnte. Jetzt müßt ihr
euch nur noch mit dem Gedanken anfreunden, mit den Leuten zu
reden ..."
Mit diesen Worten stand die nette Dame unverhofft auf und reichte
allen die Hand zum Abschied.
Sie stolperten gemeinsam zur Tür hinaus und hatten eigentlich
noch viele Fragen.
Gretel lief noch einmal zurück und suchte das Klingelschild.
"Wisst Ihr, was an der Tür steht ?" fragte sie,
als sie zurückkam.
Pechmarie murmelte "Blöde Ziege...??"
"Ne - gute Fee!" |
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