| 5.0 von 5 Sternen Gut geklüngelt ist halb
gewonnen, 22. April 2010
Von Elisabeth Heinemann
Wunderbar, "Die Kunst des Klüngels" hat sich
verjüngt und ist nun - diesmal für beide Geschlechter
gleichermaßen gedacht - als "Erfolgreich klüngeln
im neuen Job" erschienen. Anni Hausladen und Ursula Maile
bereiten Menschen, die entweder
- in einen neuen Job einsteigen,
- in einen anderen umsteigen oder
- in einen höheren aufsteigen
für die aktuelle Position bestens vor, denn eines sei
mal sicher: Wer heutzutage noch glaubt, ohne ein gutes und vor
allem gut gepflegtes Netzwerk Karriere machen zu können,
der hat entweder ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein
oder verkennt den "Ernst der Lage" ;o). Übrigens:
Klüngeln ist der Kölsche Ausdruck für Netzwerkeln.
In Zeiten vergleichbarer Dienstleistungen und Produkte kommt
es immer mehr auf die Persönlichkeit der-/desjenigen an,
die/der sie anbietet. Und deswegen ist es auch heute wichtiger
denn je, die richtigen Menschen zu kennen, die einem beim eigenen
Vorankommen oder beim Voranbringen des Produktes oder der Dienstleistung,
für die man steht, zu unterstützen.
Ich bereite in meinem Beruf jungen Menschen u.a. auch darauf
vor, den Schritt ins Berufsleben bestmöglich vorbereitet
zu tun. Und ein Thema, das immer wieder auf den Tisch des Hauses
kommt, ist natürlich das Netzwerkeln. "Erfolgreich
klüngeln im neuen Job" bietet uns als Leserinnen/Leser
folgende Kapitel (von mir kommentiert):
- Einführung: Klüngeln Sie sich klug rein (mit dem
Thema warm werden)
- Machen Sie sich fit für den Start (sowas wie die strategische
Vorbereitung zum Klüngeln)
- Die ersten Tage - die ersten Klüngel-Chancen (wie Sie
gleich von Anfang an die Gunst der Stunde nutzen)
- Durchblicken sie die formellen und informellen Klüngel-Strukturen
(Menschen und Orte)
- Sichern Sie sich Ihren Erfolg - von Anfang an (wie man strategisch
und bedacht weiter vorgeht)
- Pausen (ja, ja... auch Netzwerkeln braucht Luft zum Atmen)
- Stabilisieren und erweitern sie ihr Netzwerk (nicht nur sammeln,
sondern pflegen und weitermachen)
- Anhang (viel Wissenswertes rund um's Thema)
In jedem Kapitel gibt es Übungen und/oder Checklisten,
damit man als Leserin/Leser gleich aktiv an sich arbeiten kann.
Ich hatte viel Spaß bei der Lektüre, und das obwohl
ich eine erfahrene Netzwerkerin bin. Wie auch schon im Vorgängerbuch,
habe ich hier einmal mehr überprüfen können,
ob mein Netzwerkeln wirklich so sinnvoll und zielgerichtet ist,
wie ich mir das die ganze Zeit einbilde. Wer sich mit Netzwerken
gerade am Anfang eines neuen oder wieder aufgenommenen Arbeitslebens
noch nicht so gut auskennt, er erhält hier eine wunderbare
Einführung in das Thema, Elemente eines gelungenen Selbstmarketings
wie z.B. dem 3-Minuten-Pitch (knackige Selbstvorstellung) inklusive.
Und wer schon ein gewiefter Netzwerker/eine gewiefte Netzwerkerin
ist, der kann sein eigenes Verhalten verbessern und fein schleifen.
Schön auch, dass nun die Tools und Methoden des Netzwerkelns
2.0 thematisiert werden. Denn wer ein Buch über das Klüngeln
schreibt, kann an Xing & Co. schwerlich vorbei.
In jedem Fall ist die Lektüre von Anni Hausladen und Ursula
Maile das Lesen wert und sei es nur, um sich auf unterhaltsame
Weise dem Thema Netzwerkeln anzunähern und die wunderbaren
Zeichnungen von Gerda Laufenberg zu genießen. Auch dieses
Werk kann ich wieder einmal reinen Gewissens nicht nur meinen
Studierenden empfehlen.
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